Das Nasenhaar

Das Nasenhaar

 

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Aus dem Wikipedia-Artikel ist zu erfahren, dass das Nasenhaar eine wichtige Filterfunktion erfüllt. Die mehr oder weniger langen Haare verhindern beispielsweise, das nachts Insekten ins Nasenloch eindringen. Je mehr Gestrüpp der Mensch in seinem Riechorgan beherbergt, desto sicherer ist sein Innenleben von Moskitos, Maikäfern oder Bettwanzen. Prominente wie Harald Schmidt sind Anhänger des ausgeprägten Nasenurwalds, fast täglich in Videos seiner „Spiegel plus“-Kolumne zu sehen. Auch beim Kollegen Jörg Kachelmann, dem Wetterfrosch, ist eine Erweiterung des unregelmäßigen Gesichtshaares in die Nasenregion zu konstatieren. Frauen sind in der Regel ästhetisch empfindlicher. Hier ist höchstens das umgekehrte Phänomen zu beobachten: Hier setzt sich in einigen Fällen der Damenbart weiter in die Nasenlöcher fort. Anke Engelke bekundete in einem Interview mit Barbara Schöneberger, das sie ihr unschönes Nasengewächs mittels Heißwachs entfernt.  Allgemein ist zu sagen: Das Nasenhaar liegt in der Liste der attraktiven Körpererscheinungen nur kurz vor dem Nagelpilz und dem Meteorismus.

Die Industrie bietet eine Vielzahl von Produkten und Methoden für die Entfernung dieser optisch fragwürdigen Erscheinung: das Nasen-Heißwachs, der Nasen-und Ohrhaartrimmer, der sensitive Präzisions-Haartrimmer und die Entfernung per Laserlicht. Abzuraten ist vom Abflämmen mittels Feuerzeug. Auch das ruckartige Ausreißen durch eine Pinzette kann unangenehme Wunden verursachen und Hypochonder in tiefe Depressionen stürzen. Allerdings ist auch erwähnenswert, das es, besonders in Asien beliebt, auch Nasenhaar Extensions gibt.

Im Alter, also so ab 35 Jahren, wachsen Nasen-, aber auch die Ohrenhaare doppelt so schnell wie das Haupthaar. Wissenschaftlich gibt es dafür noch keine schlüssige Begründung. Das Nasenhaar – eine haarige Laune der Natur?

 

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