Heimatort filmen in Coronazeiten

In diesen Coronazeiten ein Video vom Heimatort erstellen kann sehr viel Freude machen.

Man sieht in jeder Szene Motive, die einem bei den vielen schlechten Nachrichten nicht in den Sinn kommen.
Schöne Motive, Szenen mit spielerischer Ruhe, einen Zeitraffer mit Sonnenaufgangsbildern.
All die schönen Plätze, die wir gerne aufsuchen. Wie bei einem ruhigen Spaziergang.

Das habe ich mir in den letzten Monaten gegönnt und geniesse dies Video als Stimmungsaufheller in dunkleren Tagen.

Geniessen Sie es mit mir!!

Klicken sie auf das Dreieck und lassen Sie sich in schöne Zeiten entführen.

 

 

Achtsamkeitsmeditation – Erfahrungsbericht

Ich hatte als EDV-Organisator im Berufsleben ständig Termindruck und vor allem eigenen Perfektions-Druck empfunden. Mehrere Male habe ich darauf hin einen Burnout bekommen. Nichts ging mehr, ich hatte keine Übersicht und Kraft mehr zur Arbeit. Ich fühlte mich minderwertig.

In besseren Zeiten las ich Bücher über Erfahrungen fernöstlicher Mediation und wünschte mir so gestimmt zu sein, wie ich den Personen unterstellte.

Die Logik der ZEN-Meister in den Büchern erschien mir sehr kompliziert. Vor allem glaubte ich, ich müsste an irgendetwas Besonderes glauben und es genau beachten.

Anfang der 90er Jahre lernte ich einen katholischen Priester kennen, der ZEN-Meditation machte. Ich schloss mich der Gruppe an und merkte, dass mir diese einfachen Übungen gut taten.

Seit dem übte ich mal mehr und mal weniger. Aber ich übte!

Ich spüre aber einen Unterschied, wenn ich weniger übe.
In der Stimmung, in der Beurteilung von Situationen und in der Arbeit.

Achtsamkeitsmeditation

Am Anfang des neuen Jahrhunderts bekam ich ein Buch in die Hand, dass mich mit dem Aufbau und den Zielen der Achtsamkeitsmeditation bekannt machte.

Autor:  Jon Kabat Zinn: „Heilsame Umwege“ 
Er bot wissenschaftlich begleitete 8 Wochen-Kurse für Patienten an.
Für Krebskranke ebenso, wie für Depressive und auch für Schmerzpatienten.
Sein Vorgehen erschien mir hilfreich, da ich auch schon Atemübungen im ZEN gemacht habe und sie hilfreich fand.
Seit dem übe ich nach dieser Methode. 
(Ohne Yoga, wegen eines Hüftleidens)

Es geht darum mit allen Sinnen im hier und jetzt zu sein und sich selbst wahr zu nehmen und nicht zu bewerten.

Sich selbst wahrzunehmen ist die Grundlage:

Unseren Atem wahrnehmen (nicht verändern)
Da wir ja ständig atmen ist der Atem der Anker zur Gegenwart.
Geht der Atem schnell, langsam, hechelnd, hoch in der Brust oder tief im Bauch usw.

Unseren Körper wahrnehmen (in einer Körperreise – Bodyscan genannt).
In dieser Körperreise (von den Füssen bis zum Kopf) achten wir neben unserem Atem auch auf jedes einzelne Körperteil. Ob es nun schmerzt oder nicht.

Bewußtes Gehen (Auf jede Bewegung beim Gehen achten)
Wie wir die Füße setzen und Schritte machen.

Bewußtes Essen und Trinken
Das Schmecken, Kauen und Schlucken wahrnehmen.

Wichtig ist bei alledem:
Nicht bewerten, was wir wahrnehmen, sondern die Realität sehen und anerkennen!

Mit unseren Gedanken, sind wir schnell dabei, alles was wir wahrnehmen, zu bewerten.
Damit verbunden sind auch Gefühle.
Z.B. Versagen beim Abnehmen oder Sport machen. Usw.
Es geht darum nicht zu bewerten, sondern die Realität wahr zu nehmen.
Oft fällt uns dies schwer, weil wir manches an uns anders haben wollen.

Aber es eröffnet uns einen anderen Blick auf uns selbst, wenn wir dies „Nicht Bewerten“ üben.

Eine weitere wichtige Übung ist die Annahme: (Loving Kindly genannt) Sich selbst und die anderen Menschen

Es geht darum, sich nicht unter dem Gesichtspunkt erfolgreich oder erfolglos zu sehen, gut gemacht oder schlecht gemacht.

So wie wir sind, sind wir liebenswert.
Dabei geht es nicht um unsere Taten, sondern um uns selbst.

Wie wir uns selbst empfinden, so können wir in der Folge auch andere Menschen sehen und empfinden.
Daraus entsteht fast automatisch “Mitgefühl für Andere”.

Ich habe mit der Atembeobachtung und dem BodyScan angefangen!

Es tat und tut mir gut. Ob ich täglich 10 Minuten übe oder später mehrmals täglich längere Übungen mache, ist für mich dabei egal. Wenn ich nur dauerhaft übe!

Im Alltag bemerke ich oft, dass ich mich selbst beobachte, in dem was ich tue, wie ich es tue, wie ich dabei Atme und wie ich fühle – ohne es zu bewerten -.
Dann weis ich mich in diesem Moment auf dem gewünschten Weg!

Ich nenne das informelle Übung. Es kommt einfach!

Im Internet gibt es zu jedem Übungs-Teil geführte Übungen. Das erleichtert es Anfängern.
Es ist also ganz leicht selbst anzufangen.
Wenn Sie Lust bekommen, fangen Sie einfach mal an.

Unter dem Namen MBSR (Mindfulness based stress reduction) gibt es auch in vielen Orten solche 8 Wochen-Kurse angeboten.

Viel Erfolg mit der Achtsamkeitsmeditation!!!

Wenn Sie mehr über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Meditation erfahren möchten, können Sie dies im folgenden Video tun.

In diesem Video von Planet Wissen wird die Wirkung der Meditation auf das Gehirn anschaulich erläutert.
 

Rauschen der Sieg

Das Rauschen der Sieg und das Bild des fließenden Wassers haben einen beruhigenden Effekt.

Da wir diese beiden Objekte nicht ständig bei uns haben, werden sie hier in beiderlei Form dargestellt und können gehört werden.

Ich habe Freude das Wasser fliessen zu sehen und das Rauschen endlos zu hören.
Sie können dies auch haben, wenn sie auf das Video mit Rechtsklick gehen und  auf “Wiederholen”  klicken.
Dann wird das Video in einer Endlosschleife weiterlaufen.
Ich wünsche viel Freude dabei.

Straßenfotografie in SW aus Herchen

Eine kleine Ortswanderung in Bildern

Zur Zeit hat es mir die Straßenfotografie angetan. Besonders in schwarzweiß.
Wichtig ist mir dabei, dass es Fotos aus dem Leben des Ortes sind.
Der fotografierte Moment erzählt mir eine kleine Geschichte.
Von Menschen : zu Fuß, in Autos, auf Fahrrädern oder auf Motorrädern.
Die Fotos führen gleichzeitig ein wenig durch den Ort Herchen.

Auf dem Titelfoto speist ein junges Paar, was es eben in der Bäckerei gekauft hat und schaut sich dabei vermutlich die Veranstaltungsplakate auf dem Schaufenster an.
Ein schicker Sportwagen und andere Autos ziehen ihres Weges auf der Straße.
Die Fachwerkgebäude geben dem Ganzen etwas traditionelles und weisen auf das Alter des Dorfes hin.
Für mich ist das ein Stück lebendiger Idylle meines Heimatdorfes.

Kundin verläßt mit Tüte die Bäckerei

Eine eilige Kundin verläßt die Bäckerei mit der gekauften Tüte mit Backwerk auf dem Arm. Die Tür zum Laden ist noch nicht zugefallen.
Um solch ein Bild zu erhalten, muß man oft etwas Geduld und Glück haben. Auch die Verschlußzeit der Aufnahme sollte sehr gering sein, damit die Bewegung eingefroren ist.

Fußgänger und Motorradfahrer an einer Einmündung

Die Hauptstraße ist rech viel Befahren. Besonders beliebt ist sie von Motorradfahrern. Hier geht ein Fußgänger recht schnell und wird durch den Motorradfahrer überholt.
Das Motorrad ist nur deshalb gut zu erkennen, da ich eine hohe Belichtungsgeschwindigkeit um die 800stel Sekunde verwendet habe.

Wanderer und Fußgänger

In diesem Bild habe ich die Belichtungszeit verlängert und damit einen Wischeffekt beim Motorrad erzielt, der die Geschwindigkeit sichtbar macht. Für die klare Darstellung der Wanderer reichte die Belichtungsgeschwindigkeit aber noch aus.

Sportradgruppe auf der Hauptstraße

Die Hauptstraße an der Sieg entlang wird häufig von Sportfahrradfahrern zum Training und für Straßenrennen verwendet.
Auch hier ist die Belichtungszeit sehr kurz zu wählen.
Der Hintergrund hatte mich durch seine Struktur angeregt, gerade hier die Gruppe zu fotografieren.
Da braucht man Geduld – bis eine Gruppe kommt – und den richtigen Moment zum Auslösen, damit der vorderste Fahrer gut vor dem Hintergrund angekommen ist.

Fahrradtouristen auf dem Sieguferweg

Auf dem Sieguferweg sind auch Fahrradfahrer unterwegs. Als Spazierfahrt oder Wanderfahrt.
Jogger und Fahrräder auf dem SieguferwegAuch für Jogging ist dieser Weg geeignet. So können Fahrräder und Sportler zu Fuß bequem den gleichen Weg nutzen und die Landschaft genießen.

Fahrt in den Nebel

Bei Nebel gewinnt man den Eindruck, das die Fahrräder ins Nichts fahren.

Treiben am Siegufer

Der Sieguferweg für unter der Ortsbrücke durch und an Kaffees und Außegastronomie vorbei.
Das Leben hier ist – wie zu sehen ist – vielfältig.
Hier war mir wichtig, die Vielfalt einzufangen und gut darzustellen. Also auf die Belichtungszeit und den richtigen Moment achten.

Tischtennis

Der Sieguferweg führt auch an einem Kurparkt vorbei, der zum Tischtennis einlädt. Für Junge und Senioren.

Direkt an der Sieg ist ein stabiler Tisch und stabile Bänke installiert – um auch dem Hochwasser zu trotzen -. Dort kann man Ruhe genießen.

Begegnungen auf der Ortsbrücke mit Sonne

Die Ortbrücke wird häufig frequentiert. Mit der Sonne als Gegenlicht habe ich ein reizvolles Motiv gefunden.
Natürlich ist auch hier Geduld gefragt, um Sonne und Fußgänger zum richtigen Moment zu erwischen.

Kanusport auf der Sieg

Eine Schule am Ort nutzt die Sieg auch zum Kanusport.
Mir gefiel dies Motiv. Es zeigt auch das leben auf der Sieg.

Fahrradfahrer beim Brombeerpflücken an der Sieguferstraße

An der Sieg wird der Uferweg gut befahren. Manchmal lohnt es sich vom Rad abzusteigen, um einige Brombeeren als Wegzehrung zu verspeisen.

Familie auf dem Weg zum Bahnhof

Wenn man über die Ortsbrücke geht und eine Weile weiter geht kommt man an eine Eisenbahnbrücke.
Daneben ist eine Fußgängerbrücke, die Richtung Bahnhof führt.
Hier ist eine Familie zu Fuß auf dem Wege zum Bahnhof.

Bahnhof mit Reisenden

Der Bahnhof wird sehr gut genutzt und hat auch einen großen Parkplatz. Der Bahnhof wird aus der ganzen Umgegend genutzt, um zur Arbeit zu fahren.

Damit ist der kleine Rundgang durch Herchen beendet.
Herchen hat noch viel mehr zu bieten.
Deshalb lohnt es sich, diesem Ort in Windeck einen Besuch abzustatten.

Mit strassenfotografischem Gruß

Jürgen Grigo

Einmal Lissabon und zurück

Diese Tour habe ich bereits vor 45 Jahren fest eingeplant. 1974, nach dem einigermaßen erfolgreichen Abschluss habe ich mich für eine berufliche Richtung entschieden und erstaunlicherweise viel zu schnell eine Zusage erhalten, leider verbunden mit einem Antritt direkt 2 Wochen nach dem Erhalt des Abi-Zeugnisses. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Eigentlich hatte ich erst mal anderes vor, so wie viele meiner Freundinnen und Freunde aus der alten Klasse: “Ich mache erst mal ein halbes Jahr Indien, den VW-Bus habe ich schon” oder: “Ich mach erstmal den Taxischein, Kohle machen und lass mich dann an der Uni einschreiben”. Ich hatte ursprünglich auch so tolle Ideen, erst mal ein Musikstudium und dann mal gucken… Die 70iger Jahre ließen uns bei geringen materiellen Ansprüchen mehr Freiheiten als der heutigen jungen Generation zu. Im Nachhinein betrachtet war das sicherlich ein Privileg. Während einer meiner alten Kumpels bereits an seinem ersten Reiseführer über Marokko schrieb, habe ich mir vorgenommen, dieses so erträumte unbeschwerte Leben später nachzuholen und ich habe diesen Vorsatz nie ganz vergessen.

Es folgten 45 Jahre mit viel Verantwortung, 2 Ehen und 2 tollen Töchtern und einem Enkelsohn, und diese Zeit möchte ich auf keinen Fall missen. Auch beruflich lief es gut, wenn auch auch deutlich zu glatt und ohne nennenswerte Höhen und Tiefen. Die letzten Berufsjahre in einem sehr beliebten Düsseldorfer Kulturinstitut waren schon nicht mehr so prickelnd. Ich war einfach zu lange dort, ok, das war mein ureigenstes Problem, aber ich hatte gelinde gesagt irgendwie den Kaffee auf und hörte immer öfter Purple Schulz: Ich will hier raus…!

Der Personalausweis zeigte bzw. drohte mir inzwischen deutlich die “über 60” an. Mein langjähriges Hobby war immer schon das Doppelleben als Rockgitarrist und später auch die Segelei, nur kommt man damit auf dem Binnensee eben nicht sehr weit. Und so kam ich irgendwie über die Vespa zum Motorrad und damit zum Plan, nach Abschluss meines Berufslebens in Erinnerung meiner alten Idee eine längere Tour zu machen, egal wie lang und nur dahin, wo es schön ist, aber Hauptsache allein, das hatte ich noch nie gemacht. Nicht reden müssen, abschalten, keine Telefonate, keine Rechtfertigungen, einfach nur woanders sein und nachdenken, Neues sehen und erleben und auch mal nichts machen. Andere gehen dafür den Jakobsweg, aber das ist nicht mein Ding. Später in Nordspanien habe ich den Jakobsweg mehrfach gekreuzt und stand einmal Pilgern erstaunt gegenüber, als sie ausgerechnet mich als Atheisten nach dem rechten Weg fragten… die hatten Gottvertrauen und wirklich kein Navi dabei!

Meine Tour war für einen Zeitraum von 2 Monaten detailliert geplant und mittels diverser Maps und einem Internet-Hotelvermittler hat mir diese Aufgabe schon im Vorfeld ausgesprochen viel Freude bereitet. Ich wollte keine Km fressen und jeweils nach einer Tagesetappe mind. 2 Tage am Ziel bleiben und dann weiter touren. Der Wendepunkt war nach gut 2 Wochen zunächst der Großraum Lissabon, wo ich meine Frau und die ältere Tochter, Schwiegersohn und Enkel für eine Zwischenetappe von 3 Wochen am Atlantik vom dortigen Flughafen abgeholt und wieder zurück gebracht habe. Danach ging es wieder allein für knapp 3 Wochen auf Umwegen über Spanien, Südfrankreich, die Schweiz und den Schwarzwald so langsam zurück.

Dies alles war mir sehr wichtig, um mich auf diesen neuen Lebensabschnitt vorzubereiten und es hat mir dabei sehr geholfen.

Zu den einzelnen Etappen:

Reims, Stadt des Champagners

Mein Hotel lag gegenüber dem Stammhaus von Roederer und andere bekannte

Kellereien lagen in unmittelbarer Nähe, alle kleine noble Stadtschlösser, die den Duft von Weingeist im Viertel verteilten. Natürlich muss man sich den Dom anschauen und die Cafe’s der Altstadt besuchen.

Chateauroux im Naturpark Renne

Leider blieb mir die Fahrt über den Pariser Ring nicht erspart, und die Rush-Hour geht da von 8 bis 20 Uhr. Gegenüber den Motorradfahrern sind die französischen Autofahrer ausgesprochen tolerant und machen großzügig eine Lücke zwischen den Spuren frei, sodass man immer durchschlüpfen kann. Mein Problem waren dabei nur die Pariser Motorradfahrer, die mich mittels Hupe durch die schmalen Lücken scheuchten. Ich traute es mir wirklich nicht zu, wie diese Wahnsinnigen mit 80 Stukis zwischen den Autos zu rasen, immerhin wollte ich gesund zurückkommen. Chateauroux gehört trotz des schönen Namens zu den lost places Frankreichs, die man durchaus umfahren sollte, die einzige Fehlplanung meiner Tour…und schnell weiter nach…

Biarritz, dem Nobelbad Frankreichs schlechthin.
Ich hatte nur 2 Tage eingeplant, aber hierhin werde ich noch einmal fahren. Zwar ist die Küste etwas verbaut, aber der Strand mit seine kleinen Buchten und schönen alten Villen sowie das nahe gelegene hübsche Bayonne entschädigte alles.

Bilbao und Santander im spanischen Baskenland

Tolle und stolze Städte, und ich wäre gerne länger geblieben, besonders Santander mit seinen Stränden auf der anderen Seite der Bucht hat es mir angetan. Auffallend war, dass es überall in den Innenstädten Spaniens im Sommer Feste gab, die sich nicht nur auf Paella und Cerveza beschränkten, sondern auch mit Musik und Tanzveranstaltungen aufwarten könnten.

Die nächste Etappe ging durch die schwach bewohnte nordwestliche Region zum Naturpark Duero nahe der portugiesischen Grenze. Hier habe ich das Moped 2 Tage nicht angefasst und bin auf Wanderung ins Duero-Tal gegangen. Eine sehr einsame Region, bei der ich von morgens bis abends außer den dort lebenden Adlern und Geiern keinem anderen Lebewesen begegnet bin. Hier konnte ich das Alleinsein genießen, und natürlich kann man Einsamkeit nur genießen, wenn man weiß, dass diese auch wieder endet… und daher ging es bald weiter nach….

Porto, wo der Douro in den Atlantik mündet. Eine lebhafte und international geprägte Stadt auf 3 Höhenebenen, wo man auch schon mal in die U-Bahn einsteigt, um sich nach 2 Stationen plötzlich auf der obersten Brückenebene 80 m über dem Fluss wiederzufinden. Die gastronomischen Angebote am Flussufer, natürlich vornehmlich Fisch und last not least die Portweine, sind riesig und wirklich toll.

Dann ging es Richtung Lissabon, wo ich besondere Erlebnisse mit den verschieden Mautsystemen auf den Autobahnen Portugals hatte. Das wäre aber ein Thema, das ich hier aussparen möchte. Nachdem ich meine Frau und kurz darauf auch Tochter, Schwiegersohn und Enkel in Lissabon am Flughafen abgeholt habe, gab es schöne gemeinsame 3 Wochen in Foz do Arelho -Achtung bei der Aussprache!- und in Lagoa de Albufeira.

Wieder solo auf dem Moped ging es weiter nach Mérida, dann nach Toledo, beides tolle Städte, bei denen mir besonders das Leben auf den Straßen gefiel, wo sich eigentlich das ganze kulturelle Leben abspielt. Einen Abstecher nach Madrid habe ich mit der Bahn gemacht, was ich angesichts der chaotischen Verkehrsverhältnisse nur anraten kann. Mit Glück hatte ich als Museumsmensch noch ein Ticket für den Prado ergattert, ein riesiges Kunstmuseum und ein tolles Erlebnis.

Auf der Tour nach Saragossa hatte ich einen Gegenwind von über 40 Grad und der kühlt nicht mehr! Also Wasser ins Hemd gekippt, die Jacke geöffnet und weiter. Der Kühleffekt war nur von kurzer Dauer, so ungefähr 3 km. Kurz darauf passierte eine tierische Tragödie. Ein Adler knallte gegen einen vor mir fahrenden LKW und flog dann knapp an an meinem Helm vorbei in den Straßengraben. Glück gehabt… Wer einmal erlebt hat, wie laut es auf dem Visier knallt, wenn schon ein mittelgroßes Insekt aufschlägt, kann sich denken, dass mich ein da wohl schon toter Adler sicherlich von der Maschine geholt hätte. Es wäre eine bemerkenswerte Todesursache gewesen: “Auf der Autobahn von einem toten Adler erschlagen”.

Figueres, die Stadt Salvador Dalis

Natürlich suchen alle Besucher dieser Stadt das Theatermuseum von Salvador Dali auf, und es ist das tollste Gesamtkunstwerk eines großen Malers und Bildhauers, das ich je gesehen habe. Er hat viele Jahre gebraucht, um dort in den Siebzigern sein Museum in dieser einzigartigen Form zu verwirklichen. Die Stadt lebt aber auch durch seine Stadtfeste, viele kleine Kneipen, Cafés und in einem Laden gab es gar einen spanischen Inhaber, der ausschließlich Musik Düsseldorfer Bands der 70er Jahre spielte, Kraftwerk, NEU, La Düsseldorf rauf und runter…. für mich als Düsseldorfer bemerkenswert.

Mein Moped, eine BMW F700GS, hat mich übrigens zuverlässig vorangebracht und nun ging es weiter nach Arles in der Camargue, der Stadt van Goghs. Das bekannte Fotofestival fand ebenfalls gerade statt. Überhaupt spielt hier die Kultur eine große Rolle. Die Camargue zu durchqueren war ein sehr schönes Erlebnis, die Wildpferde habe ich leider nicht gesehen, na ja, die halten sich in der Regel auch nicht in der Nähe von knatternden Motorrädern auf.

Und nun ab in die Alpen nach Chamonix am Mont Blanc, eine klassische Mopedstrecke. Ich wohnte nur wenige hundert Meter von einem Gletscher entfernt, tolle Landschaft, auch viele Touristen und Bergsteiger aus der ganzen Welt waren hier- wen wundert es.

So langsam ging es wieder Richtung Heimat und nach einer sehr reizvollen Tour durch die Schweiz mit einem Abstecher nach Montreux ging es nach Neustadt-Titisee. Dort habe ich in einer Kuranlage noch ein Wellness-Programm durchgezogen, was man ja mit 62 wohl mal machen kann! Die letzte Strecke nach Düsseldorf war verkehrsmäßig wie sonst nie absolut stressig und ich habe nach 6.500 km das Moped erstmal für ein paar Tage stehen lassen.

Für mich war es zum Einstieg ins Rentenalter wichtig, mit dieser Tour Abstand zum “alten Leben” zu gewinnen, den Kopf für neue Pläne frei zu bekommen und kann es jedem in gleicher Situation empfehlen, aber man muss natürlich Bock drauf haben!

Wolfgang Schmidt

Wolfgang Schmidt in Toledo
Wolfgang Schmidt in Toledo

 

 

Durch eine Glaskugel fotografieren

In den letzten Wochen habe ich mir etwas Neues in der Fotografie angeeignet.

“Durch eine Glaskugel fotografieren”.

Ich bin durch Zufall auf ein Bild gestoßen, dass so fotografiert wurde.
Wie sich – bei geeigneter Einstellung – der Inhalt der Glaskugel klar erkennbar darstellt und der Hintergrund unscharf darstellt.

Es hat mich sofort in seinen Bann gezogen.

Eine solche Glaskugel habe ich leicht im Internet erwerben können. Die gibt es in verschiedenen Größen von 6 – 11 cm Durchmesser an. Ich habe eine mit 8 cm Durchmesser genommen. Sie ist mit meiner Hand gut händelbar. Sie werden oft mit Glasständer verkauft.
Wichtig ist dabei, dass keine Einschlüsse im Glas sind und keine Schlieren außen am Glas zu sehen sind.

Mehrere Youtube-Videos haben mir die Handhabung schnell erklärt.
So habe ich begonnen aus dem Küchenfenster zu probieren.
Ich habe den Ständer verwendet und die Kugel daraufgelegt.

Mit meiner Sony RX100 M3 habe mit Blende 2.8 und voll ausgefahrenem optischem Zoom (ca. 2,6 fach) habe ich es probiert. Den Focus justiere ich dann auf das Bild in der Kugel.
Bei dieser Einstellung wird der Hintergrund unscharf, ist aber noch zu erkennen.
Die Kugel wirkt hier wie eine Linse. Und stellt das Bild auf den Kopf.
Bei diesem Vorgehen ist das Bild in der Kugel scharf. Das ist hier in dem ersten Beispiel deutlich zu sehen.

Achtung: In der Sonne wirkt die Kugel wie ein Brennglas. Papier, trockenes Gras usw. können schnell Feuer fangen. Auch die Finger können sehr schnell schmerzen, wenn man die Kugel in der Hand hält.

Bei der Bildnachbearbeitung kann ich den Ständer reduzieren oder wegnehmen.
Auch kann man das Bild auch als Bild auf den Kopf stellen. Dann ist das Bild in der Kugel gut zu erkennen und der Hintergrund steht auf dem Kopf.
Welche Variante man aufhängt, ist Geschmackssache.
In den folgenden Beispielen habe ich Gebäude, Landschaft und sogar ein fahrendes Auto oder Motorrad benutzt.
Für einige Motive, zu denen in der notwendigen Höhe keine Ablage vorhanden war, habe ich die Kugel in die Hand genommen.

Mir hat es viel Freude gemacht!
Viel Vergnügen beim Nachmachen!

Bilder von Farbe umwandeln auf SW und Colorkey

Die Fotografie und die Nachbearbeitung oder Kreation von Bildern birg viele Möglichkeiten.
Ich benutze dazu Lightroom 6.14.

Heute Stelle ich 2 Änderungsvarianten vor:  

  • ursprüngliches Farbfoto in Schwarzweiß umwandeln und die Helligkeit der ursprümglichen Farben nach zu stellen
  • ursprüngliches Farbfoto in Schwarzweiß umwandeln und dabei eine Farbe behalten

In der nachfolgenden Galerie habe ich 3 Beispielbilder dazu eingefügt.
Das erste Foto aus jedem Beispiel ist immer das ursprüngliche Farbfoto, das in  Lightroom importiert werden muss.

In den ersten beiden Beispielbildern wird jeweils als 2. Bild das in SW-Foto umgewandelte Foto gezeigt.
Hilfreich ist, dass Lightroom die Möglichkeit bietet, in einer Variante die Helligkeiten der ursprünglichen Farben nach zu stellen. Heller oder Dunkler.

Ich beginne wie üblich mit der normalen Verbesserung des Farbfotos. Diesen Vorgang setze ich voraus.

Umwandlung der Farbe in Schwarzweiß

Danach habe ich 2 Möglichkeiten automatisch das Foto in SW um zu wandeln.

1. Möglicheit bietet die Grundeinstellung.
    Neben dem Text “Behandlung:” Kann man “Farbe” anklicken, dann wird das Bild in Farbe angezeigt.
Man kann auch “Schwarzweiß” anklicken, dann werden alle Farben des Fotos entsättigt und damit umgewanelt.

2. Möglichkeit  bietet die Einstellung “HSL /  Farbe / S/W”
    Hier wird “S/W” angeklickt.
Es werden alle Farben angezeigt, die sich das Programm vom Farbfoto gemerkt hat.
Beim Aufruf wird für jede Farbe “Automatisch” ein Wert ermittelt und eingestellt.

Nun können wir mit den Reglern ausprobieren, was auf dem Foto geschieht, wenn man die Helligkeit der jeweiligen Farbe ändert.
Dies bietet die Möglichkeit den Kontrast im Bild zu verbessern.

Statt die Regler zu verschieben gibt es auch die Möglichkeit, mit einer Pipette im Bild eine Stelle anzuklicken und gedrückt zu halten und nach Oben(heller)  oder nach Unten (Dunkler) zu skrollen.

Auf der Skala der Farben wird die betreffende Farbe oder Farben mit eingestellt.
Dies hat den Vorteil, dass man gezielter arbeiten kann.
Es macht Sinn die Helligkeit sehr stark unterschiedlich zu gestalten, um ein kontrastreiches Foto zu erhalten.

Umwandlung auf Schwarzweiß mit Ausnahme einer Farbe (wird Colorkey genannt)

Hierbei wird eine andere Form der Umwandlung des Fotos auf Schwarzweiß verwendet.

Dazu gehen wir auf die Einstellung: “HSL /  Farbe / S/W”

Hierbei benutzen wir aber “HSL” als Arbeitsmedium.

Dort gibt es 3  Reihen : Farbton  – Sättigung – Luminanz

Wir benötigen hier nur die “Sättigung”.

Sobald wir bei allen Farben die Sättigung ganz nach links gezogen haben, ist die grundsätzliche Umwandlung erreicht. Das Bild ist Schwarzweiß.

Jetzt nehmen wir eine gewünschte Farbe und stellen sie in die Mitte ein oder etwas mehr. Je nachdem welcher Effekt gewünscht ist.

Je nach Wunsch kann man auch noch eine 2. Farbe zart oder stärker hinzufügen.

Ich habe mich in meine Fällen auf eine Farbe beschränkt.

In der Galerie können Sie die Wirkungen sehen.


Mit dem Videotutorial kann das Ganze hervorragend nach vollzogen werden.

Viel Freude damit!!

 

Freude an der Nachtfotografie mit und ohne Lichteffekte

Heute berichte ich von einer Freude, die ich beim Fotografieren erlebt habe: „Der Freude an der Nachtfotografie“

Vor einiger Zeit hat uns mein Sohn eine Nachtaufnahme von der Kölner Eisenbahnbrücke mit dem angestrahlten Kölner Dom geschenkt, dass er selbst aufgenommen und bearbeitet hat.
Meine Frau und ich haben uns sehr darüber gefreut, besonders weil es für uns faszinierend war, Die Lichter als Sterne strahlen zu sehen.

Nach einiger Zeit habe ich mir die gebrauchte Spiegelreflexkamera meines Sohnes gekauft, weil er sich eine neuere Kamera gekauft hatte. Mit dieser gebrauchten Kamera kann man sehr viel mehr Informationen einfangen, als mit den einfachen Digitalkameras und mit geeigneten PC-Programmen besser bearbeiten.

Natürlich dauerte es auch einige Zeit eine passendes PC-Programm zu suchen und zu installieren. Damit dies auch für mich gut handhabbar war, schenkte mir mein Sohn ein Profiprogramm in Deutsch „Lightroom“. Mit Lernvideos aus dem Internet habe ich mich auch mit diesem Programm erst einmal vertraut gemacht.
Nachdem ich nun ein wenig mit der Kamera vertraut war und auch das Programm nicht mehr neu war, wuchs mein Wunsch auch mal eine Nachtaufnahme zu machen.
Mit Informationen meines Sohnes und Lernvideos aus dem Internet habe ich mich mutig an das Ausprobieren gegeben. Erst mal die Einstellungen vorbereiten und üben.

Solides Stativ aufbauen. Blende 8. Belichtungszeit ca. 15 Sekunden. Fokussieren. Autofokus ausschalten, damit er nicht während der Aufnahme nachjustiert und damit das Bild verwackelt. Selbstauslöser auf automatisch in 5 Sekunden einstellen.

Nachtaufnahme zu Hause bei Nacht
Nachtaufnahme zu Hause bei Nacht

Abends unsere Straße mit Straßenlaterne war das erste Ziel. Es dauerte einige Zeit bis das erste Bild mit Nachbearbeitung ansehnlich war. 

Mit diesem ersten Erfolg fuhr ich mit dem Auto und allem Notwendigen in den Ort zur Hauptstraße. Dort erhoffte ich mir interessantere Motive.
Um das Licht der Laterne zu einem Lichtersternen werden zu lassen, musste ich die Blende auf Blende 11 bis 25 einstellen. Das hatte ich aus dem Lernvideo.

Herchen Bushhaltestelle bei Nacht
Herchen Hauptstraße mit Bushaltestelle

 

Die Hauptstraße mit Bushaltestelle war gut zu sehen und die Lichter zeigten die Lichtsterne.Nach der Nachbearbeitung mit Lightroom sah auch dieses Bild schon mal brauchbar aus.

 

 

Herchen Hauptstrasse mit Lichteffekten
Herchen Hauptstraße mit Lichteffekten

Ich stellte mich an eine andere Stelle, von der ich besser in den Ort fotografieren konnte.

Dabei stellte ich dann fest, dass vorbeifahrende Autos einen eigentümlichen Effekt auf den Fotos hinterließen.

Rücklichter waren rötlich oder orange gefärbt. Und die Autos waren überhaupt nicht zu sehen.

Langzeitbelichtung Herchen bei Nacht 

Das Bild gefiel mir. Und ich machte weitere.Nachtaufnahme mit angestrahlter katholischer Kirche

Nachtaufnahme mit angestrahlter katholischer KirchKönnen Sie mich jetzt verstehen, dass Langzeitbelichtungen als Nachtaufnahme mich fasziniert haben?

Ich habe weiter gemacht und freue mich !!


Wer Lernvideos zur Einführung anschauen möchte, dem seien die nachfolgenden Videos  empfohlen.
(Achtung bei den Videos ist oft Werbung vorgeschaltet oder eingebautWerbung)

Der Profitipp für Langzeitbelichtung 

 Ein Auszug aus: Der große Fotokurs von “Rheinwerk”

Lichter in Sternform fotografieren – Fotografie Tipp – Lichtsterne  

von Fotografie Tipps – Torsten Stolze

Was kreucht und fleucht denn da rum

Im letzten Jahr war der Sommer sehr lang und warm.
Bei einem meiner genüsslichen Ruhephasen fielen mir vor allem die vielen Schmetterlinge auf.
Aber sie waren so schnell, dass ich ihrem Flug kaum mit den Augen folgen konnte.

Meine Neugier war geweckt und der Fotoapparat war schnell zur Hand.
Ich wollte einige dieser Schmetterlinge im Bild festhalten.

Der Erste war schnell gefunden. Er schient mit geöffneten Flügeln auf der Blüte sitzend die Sonne zu genießen, wie ich eben auch.

Die anderen Aufnahmen waren zu verwischt, da die anderen Schmetterlinge im Fluge zu schnell waren.
Die Sonne schien hell, so stellte ich die Kamera auf eine 2tausendstel Sekunde.

 

Am Schmetterlingsflieder war ein weiteres Exemplar zu sehen.

 

 

Zwei weitere tummelten sich über mir am Flieder. Kohlweissling und ein dunkler Schmetterling, als hätten sie sich zu einem Stelldichein verabredet.

 

Bald wurde ich neugieriger auf die anderen Tiere, die um die Blüten fleuchten und kreuchten.
Mit einer Serienaufnahme in 4tausendstel Geschwindigkeit war bald ein weiteres Insekt zu erkennen.


Für weitere klare Aufnahmen brauchte ich doch einige Geduld und viele Serienaufnahmen.
Und auch der Zufall mit seiner Beleuchtung kam zu Hilfe.

 

 

Eine ganze Reihe von vermutlichen Bienen tummelten sich hier auf einem schönen Blütenstrauss. In allen Phasen der Honigsuche.

 

Bei einem Nachbarn war eine schöne gelbe Rose das Ziel einer Biene. Weitere Bienen bevorzugten eine rote Rose.

 

 

 

 

Es faszinierte mich viele Tiere bei ihrer Arbeit zu fotografieren.

Auch wenn es etwas länger dauerte Fotos aus zu sortieren, die in günstiger Tiefenschärfe gemacht wurden, hat sich die Arbeit gelohnt.
Stillhalten ist bei diesen Tieren leider nicht drin.

So verbrachte ich einen schönen Nachmittag mit der Jagd auf diese fleißigen Tiere und sie in Bildern fest zu halten.