Bilder von Farbe umwandeln auf SW und Colorkey

Die Fotografie und die Nachbearbeitung oder Kreation von Bildern birg viele Möglichkeiten.
Ich benutze dazu Lightroom 6.14.

Heute Stelle ich 2 Änderungsvarianten vor:  

  • ursprüngliches Farbfoto in Schwarzweiß umwandeln und die Helligkeit der ursprümglichen Farben nach zu stellen
  • ursprüngliches Farbfoto in Schwarzweiß umwandeln und dabei eine Farbe behalten

In der nachfolgenden Galerie habe ich 3 Beispielbilder dazu eingefügt.
Das erste Foto aus jedem Beispiel ist immer das ursprüngliche Farbfoto, das in  Lightroom importiert werden muss.

In den ersten beiden Beispielbildern wird jeweils als 2. Bild das in SW-Foto umgewandelte Foto gezeigt.
Hilfreich ist, dass Lightroom die Möglichkeit bietet, in einer Variante die Helligkeiten der ursprünglichen Farben nach zu stellen. Heller oder Dunkler.

Ich beginne wie üblich mit der normalen Verbesserung des Farbfotos. Diesen Vorgang setze ich voraus.

Umwandlung der Farbe in Schwarzweiß

Danach habe ich 2 Möglichkeiten automatisch das Foto in SW um zu wandeln.

1. Möglicheit bietet die Grundeinstellung.
    Neben dem Text “Behandlung:” Kann man “Farbe” anklicken, dann wird das Bild in Farbe angezeigt.
Man kann auch “Schwarzweiß” anklicken, dann werden alle Farben des Fotos entsättigt und damit umgewanelt.

2. Möglichkeit  bietet die Einstellung “HSL /  Farbe / S/W”
    Hier wird “S/W” angeklickt.
Es werden alle Farben angezeigt, die sich das Programm vom Farbfoto gemerkt hat.
Beim Aufruf wird für jede Farbe “Automatisch” ein Wert ermittelt und eingestellt.

Nun können wir mit den Reglern ausprobieren, was auf dem Foto geschieht, wenn man die Helligkeit der jeweiligen Farbe ändert.
Dies bietet die Möglichkeit den Kontrast im Bild zu verbessern.

Statt die Regler zu verschieben gibt es auch die Möglichkeit, mit einer Pipette im Bild eine Stelle anzuklicken und gedrückt zu halten und nach Oben(heller)  oder nach Unten (Dunkler) zu skrollen.

Auf der Skala der Farben wird die betreffende Farbe oder Farben mit eingestellt.
Dies hat den Vorteil, dass man gezielter arbeiten kann.
Es macht Sinn die Helligkeit sehr stark unterschiedlich zu gestalten, um ein kontrastreiches Foto zu erhalten.

Umwandlung auf Schwarzweiß mit Ausnahme einer Farbe (wird Colorkey genannt)

Hierbei wird eine andere Form der Umwandlung des Fotos auf Schwarzweiß verwendet.

Dazu gehen wir auf die Einstellung: “HSL /  Farbe / S/W”

Hierbei benutzen wir aber “HSL” als Arbeitsmedium.

Dort gibt es 3  Reihen : Farbton  – Sättigung – Luminanz

Wir benötigen hier nur die “Sättigung”.

Sobald wir bei allen Farben die Sättigung ganz nach links gezogen haben, ist die grundsätzliche Umwandlung erreicht. Das Bild ist Schwarzweiß.

Jetzt nehmen wir eine gewünschte Farbe und stellen sie in die Mitte ein oder etwas mehr. Je nachdem welcher Effekt gewünscht ist.

Je nach Wunsch kann man auch noch eine 2. Farbe zart oder stärker hinzufügen.

Ich habe mich in meine Fällen auf eine Farbe beschränkt.

In der Galerie können Sie die Wirkungen sehen.


Mit dem Videotutorial kann das Ganze hervorragend nach vollzogen werden.

Viel Freude damit!!

 

Freude an der Nachtfotografie mit und ohne Lichteffekte

Heute berichte ich von einer Freude, die ich beim Fotografieren erlebt habe: „Der Freude an der Nachtfotografie“

Vor einiger Zeit hat uns mein Sohn eine Nachtaufnahme von der Kölner Eisenbahnbrücke mit dem angestrahlten Kölner Dom geschenkt, dass er selbst aufgenommen und bearbeitet hat.
Meine Frau und ich haben uns sehr darüber gefreut, besonders weil es für uns faszinierend war, Die Lichter als Sterne strahlen zu sehen.

Nach einiger Zeit habe ich mir die gebrauchte Spiegelreflexkamera meines Sohnes gekauft, weil er sich eine neuere Kamera gekauft hatte. Mit dieser gebrauchten Kamera kann man sehr viel mehr Informationen einfangen, als mit den einfachen Digitalkameras und mit geeigneten PC-Programmen besser bearbeiten.

Natürlich dauerte es auch einige Zeit eine passendes PC-Programm zu suchen und zu installieren. Damit dies auch für mich gut handhabbar war, schenkte mir mein Sohn ein Profiprogramm in Deutsch „Lightroom“. Mit Lernvideos aus dem Internet habe ich mich auch mit diesem Programm erst einmal vertraut gemacht.
Nachdem ich nun ein wenig mit der Kamera vertraut war und auch das Programm nicht mehr neu war, wuchs mein Wunsch auch mal eine Nachtaufnahme zu machen.
Mit Informationen meines Sohnes und Lernvideos aus dem Internet habe ich mich mutig an das Ausprobieren gegeben. Erst mal die Einstellungen vorbereiten und üben.

Solides Stativ aufbauen. Blende 8. Belichtungszeit ca. 15 Sekunden. Fokussieren. Autofokus ausschalten, damit er nicht während der Aufnahme nachjustiert und damit das Bild verwackelt. Selbstauslöser auf automatisch in 5 Sekunden einstellen.

Nachtaufnahme zu Hause bei Nacht
Nachtaufnahme zu Hause bei Nacht

Abends unsere Straße mit Straßenlaterne war das erste Ziel. Es dauerte einige Zeit bis das erste Bild mit Nachbearbeitung ansehnlich war. 

Mit diesem ersten Erfolg fuhr ich mit dem Auto und allem Notwendigen in den Ort zur Hauptstraße. Dort erhoffte ich mir interessantere Motive.
Um das Licht der Laterne zu einem Lichtersternen werden zu lassen, musste ich die Blende auf Blende 11 bis 25 einstellen. Das hatte ich aus dem Lernvideo.

Herchen Bushhaltestelle bei Nacht
Herchen Hauptstraße mit Bushaltestelle

 

Die Hauptstraße mit Bushaltestelle war gut zu sehen und die Lichter zeigten die Lichtsterne.Nach der Nachbearbeitung mit Lightroom sah auch dieses Bild schon mal brauchbar aus.

 

 

Herchen Hauptstrasse mit Lichteffekten
Herchen Hauptstraße mit Lichteffekten

Ich stellte mich an eine andere Stelle, von der ich besser in den Ort fotografieren konnte.

Dabei stellte ich dann fest, dass vorbeifahrende Autos einen eigentümlichen Effekt auf den Fotos hinterließen.

Rücklichter waren rötlich oder orange gefärbt. Und die Autos waren überhaupt nicht zu sehen.

Langzeitbelichtung Herchen bei Nacht 

Das Bild gefiel mir. Und ich machte weitere.Nachtaufnahme mit angestrahlter katholischer Kirche

Nachtaufnahme mit angestrahlter katholischer KirchKönnen Sie mich jetzt verstehen, dass Langzeitbelichtungen als Nachtaufnahme mich fasziniert haben?

Ich habe weiter gemacht und freue mich !!


Wer Lernvideos zur Einführung anschauen möchte, dem seien die nachfolgenden Videos  empfohlen.
(Achtung bei den Videos ist oft Werbung vorgeschaltet oder eingebautWerbung)

Der Profitipp für Langzeitbelichtung 

 Ein Auszug aus: Der große Fotokurs von “Rheinwerk”

Lichter in Sternform fotografieren – Fotografie Tipp – Lichtsterne  

von Fotografie Tipps – Torsten Stolze

Als er sich mit fünfzig im Spiegel sah

Als er sich mit fünfzig im Spiegel sah

Seht mich an: der Fuß der Zeit

trat mir meine Wangen breit.

Schaut mein Ohr! Die vielen Jahre

drehten es in`s Sonderbare!

Ach das Kinn! Es scheint zu fliehn,

will die Lippen nach sich ziehn!

Ach der Stirn! Die vielen Falten

drohen mir den Kopf zu spalten!

Die Nase O, wie vorgezogen!

Der Mund! So seltsam eingebogen!

Der Hals! So krumm! Die Haut! So rot!

Das Haar! So stumpf! Das Fleisch! So tot!

Nur die Augen lidumrändert,

schauen forschend, klar und mild

auf`s und aus dem Spiegelbild,

leuchten wie zwei Edelsteine-

Sind das überhaupt noch meine?

Robert Gernhardt

DU!

„Liebe Angela, was denkst Du denn über Deine MinisterkollegenInnen? Bist Du eigentlich mit allen per Du?“, begann ich meinen Brief. Aber nein, in Wahrheit schrieb ich natürlich: „Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, was denken Sie …?“.

In den letzten Jahren hat sich Deutschland in eine Duz-Republik verwandelt. Auslöser war Ikea mit seinem Werbespruch „Lebst Du noch, oder wohnst Du schon?“ Die Ikearisierung des Duzens hat sich epidemisch verbreitet. Kaum ein Konzern, bei dem der Kunde, natürlich ungefragt, nicht geduzt wird. Ob YouTube oder Instagram, ob Facebook oder Chefkoch.de, von jedem werde ich kumpelhaft in die Community aufgenommen. Unentschlossen in der Anrede ist Wikipedia. Mal Sie, mal Du. Erstaunlicherweise werde ich bei Ebay und Amazon als geschätzter Kunde mit Sie angeredet. Ansonsten ist der flächendeckenden Distanzlosigkeit nicht zu entkommen. Egal ob 16 oder 106, geduzt wird jeder. Die Chinesen haben es auf die Spitze getrieben, hier ist DU sogar ein geläufiger Vorname … Elegant ist Helmut Kohl das Thema angegangen. Bei einem seiner häufigen Treffen mit seinem Amtskollegen Reagan, so die Legende, soll er ihm jovial vorgeschlagen haben: „Ronald, my friend, you can say you to me.“ Was der amerikanische Präsident darauf erwiderte, ist leider nicht überliefert.

All jenen, die nicht ungefragt plump geduzt werden wollen, empfehle ich DU DieUrbane ­ eine neue Partei, 2017, gegründet. Aus ihr könnte ein Sammelbecken werden für alle, die gerne mit Sie angeredet werden, bis sie selbst entscheiden, dass es Zeit ist, zum DU überzugehen. Auch wenn das dem ein oder anderen als steinzeitlich vorkommen mag.

Was kreucht und fleucht denn da rum

Im letzten Jahr war der Sommer sehr lang und warm.
Bei einem meiner genüsslichen Ruhephasen fielen mir vor allem die vielen Schmetterlinge auf.
Aber sie waren so schnell, dass ich ihrem Flug kaum mit den Augen folgen konnte.

Meine Neugier war geweckt und der Fotoapparat war schnell zur Hand.
Ich wollte einige dieser Schmetterlinge im Bild festhalten.

Der Erste war schnell gefunden. Er schient mit geöffneten Flügeln auf der Blüte sitzend die Sonne zu genießen, wie ich eben auch.

Die anderen Aufnahmen waren zu verwischt, da die anderen Schmetterlinge im Fluge zu schnell waren.
Die Sonne schien hell, so stellte ich die Kamera auf eine 2tausendstel Sekunde.

 

Am Schmetterlingsflieder war ein weiteres Exemplar zu sehen.

 

 

Zwei weitere tummelten sich über mir am Flieder. Kohlweissling und ein dunkler Schmetterling, als hätten sie sich zu einem Stelldichein verabredet.

 

Bald wurde ich neugieriger auf die anderen Tiere, die um die Blüten fleuchten und kreuchten.
Mit einer Serienaufnahme in 4tausendstel Geschwindigkeit war bald ein weiteres Insekt zu erkennen.


Für weitere klare Aufnahmen brauchte ich doch einige Geduld und viele Serienaufnahmen.
Und auch der Zufall mit seiner Beleuchtung kam zu Hilfe.

 

 

Eine ganze Reihe von vermutlichen Bienen tummelten sich hier auf einem schönen Blütenstrauss. In allen Phasen der Honigsuche.

 

Bei einem Nachbarn war eine schöne gelbe Rose das Ziel einer Biene. Weitere Bienen bevorzugten eine rote Rose.

 

 

 

 

Es faszinierte mich viele Tiere bei ihrer Arbeit zu fotografieren.

Auch wenn es etwas länger dauerte Fotos aus zu sortieren, die in günstiger Tiefenschärfe gemacht wurden, hat sich die Arbeit gelohnt.
Stillhalten ist bei diesen Tieren leider nicht drin.

So verbrachte ich einen schönen Nachmittag mit der Jagd auf diese fleißigen Tiere und sie in Bildern fest zu halten.

Quäl dich, du Sau !

Quäl dich, du Sau !

Udo Bölts bei der Tour de France 1997 zu Jan Ullrich

Mit diesem Spruch habe ich mich oft selbst angefeuert, wenn eine Steigung endlos schien oder das Straßenschild 15 Prozent Steigung verkündete. Mit stoischem Gleichmut treten, schwitzen,  treten und schwitzen, treten und schwitzen. Bis oberhalb der Baumgrenze, bis der Vordermann im Nebel verschwand. Aufgeben hätte mich deprimiert und mir das Gefühl gegeben: Jetzt bist du alt. Lieber leiden. 
 

Vor einigen Jahren sah ich dann die ersten E-Bikes, hässliche Geräte mit Tiefeinstieg, also absolut unmöglich. Aber ab jetzt wurde ich an Anstiegen von asthmatischen Rentnern überholt, die zur Zeit Konrad Adenauers das letzte Mal ihre Torpedo-drei-Gang-Nabe geölt hatten – und seitdem vergammelten ihre Räder im Keller. Locker unterhielten sie sich auf ihrem neuen E-Bike thronend mit ihrer Angetrauten, kein Schweißfleck verunzierte die beige Funktionsjacke. Und ich quälte mich weiter.

Die Steuereinheit
Das Cockpit

Das Umdenken – und beim Radfahren hat man viel Zeit zum Nachdenken – setzte ein, als ich immer öfter und immer länger auf meinen Freund Manfred warten musste. Manchmal schwitzend, oft frierend stand ich auf klammen Kuppen, bis er endlich gegen die Hangabtriebskraft gesiegt hatte. Manfred verweigerte lange Zeit jedes Gespräch über die Möglichkeit der elektrischen Unterstützung. Erst ganz langsam reifte bei uns der Gedanke, dass ein E-Bike nicht unbedingt eine Kapitulation vor dem Alter ist. Junge, drahtige Mountainbiker nutzten hemmungslos die neue Technik. Dann plötzlich unterhielten wir uns häufiger über Akkuleistung, Unterstützungsmodi und Hardtail oder Fully. Gespräche mit dem Radhändler unseres Vertrauens (danke, Ralf!), Kataloge und Webseiten studieren – und endlich, endlich war es soweit: Die Konfiguration – ein schönes Wort, es klingt nach Maßanzug und edlen Materialien – unseres E-Bikes stand an. Größe, Farbe, Klick- oder normale Pedale,  der langjährige erprobte Brooks oder doch ein prostatafreundlicher Sattel usw.

Nach der ersten Ausfahrt mit ständigem Grinsen im Gesicht ist mir klar: Es war eine verdammt gute Entscheidung! Berge verlieren ihren Schrecken, steile Schotterstrecken werden lässig bewältigt. Der persönliche Radius wird immer größer, und ich fühle mich mindestens 15 Jahre jünger.  Das E-Bike als Anti-Aging-Maßnahme. Und auf Manfred muss ich nun auch nicht mehr warten.

 

Hier drei Links zu interessanten Webseiten:

Quäl Dich – Pässe der Tour

Radservice in Ruppichteroth

Zwar aus Köln, aber trotzdem gute Fahrräder

 

Stilvoll altern durch Motorradfahren

Stilvoll altern durch Motorradfahren“ (sprich unter Bikern Mopedfahren).

Motorradfahren war schon seit meiner Jugend eine Leidenschaft, nur damals war ich Schüler und die finanziellen Mittel waren begrenzt. Dann kam die Hochzeit und die Kinder und auch hier gab es weitaus mehr Herausforderungen als ein Motorrad. Erst als ich Polizeibeamter wurde und zur Autobahnpolizei kam machte ich den Beruf zur Leidenschaft. Endlich konnte ich Moped fahren und zwar eiine 750er BMW.

Mittlerweile zähle ich 68 Lenze und meine erste private Maschine kaufte ich mir im Alter von 35 Jahren. Polizei wurde beendet und ich ging in die allgemeine Verwaltung.

Mopedfahrer mit Montour

Motorrad ist ja nicht nur Motorrad, die komplette Montur – Helm, Handschuhe, Lederkombi, Stiefel, und vieles mehr – gehören ja auch noch dazu. Man hat ja keine Knautschzone.

Aber was bedeutet für mich Motorradfahren?Moped in Norwegen

Es ist eine Leidenschaft verbunden mit dem Gefühl der Freiheit, große Herausforderung und Verantwortung und vorausschauende Situationenabwägung.

Man bewegt sich eben nur auf 2 Rädern. 

Mit 62 Jahren erlitt ich durch einen Sturz vom Dach erhebliche schwere Verletzungen mit 10wöchigem Krankenhausaufenthalt. Mit 65 den ersten Herzinfarkt. Man sollte meinen das reicht, doch mich zog es wieder auf mein Motorrad. Als ich die Chirugen fragte, wann ich wieder Mopedfahren könne, meinten sie, die Abteilung für Organspender wäre eine Etage tiefer. So viel dazu.

Ausblick im Rückspiegel und nach VorneJedenfalls der Wille wieder auf’s Motorrad zu steigen hatte auch sein Positives. Unter wahnsinnigen Schmerzen verbunden mit einem eisernen Willen habe ich auch diese persönliche Rehabilitation geschafft. Das Mopedfahren klappt wieder ausgezeichnet und ich bin gerade von einer Norwegenreise mit 5500 zurückgelegten Kilometern wohlbehalten zurückgekehrt. 

Mein Motorrad -mittlerweile ein BMW R1200R- gibt mir etwas, Lebensfreude und Leidenschaft pur, auch mit 68 noch.

Die nächsten Touren, so es der liebe Gott gut mit mir meint, sind schon in Planung.Die nächste Tour?

Mit den besten Grüßen

ein lebensfroher und ein wenig verückter Mopedfahrer !!!

Lob der Langeweile

Mein Lob der Langeweile kommt aus tiefstem Herzen. Ihr habe ich viele Impulse in meinem Leben zu verdanken. Deshalb stimme ich hier dieses Loblied an.

Junge in Hängematte
Junge in der Hängematte

In einer solchen Hängematte zu liegen ist für kurze Zeit ein Vergnügen. Ein Zeichen der Entspannung. Aber seien wir ehrlich! Lange halten wir dieses Liegen und Nichts-Tun nicht aus. Dann wird es langweilig!! Vor Kurzem erfuhr ich, dass Langeweile im alten Rom sogar ein gesellschaftlich akzeptierter Grund für Selbstmord war. Mich stachelt Langeweile immer wieder dazu an, nach neuen kreativen Möglichkeiten zu suchen. Dafür bin ich der Langeweile dankbar. Als Jugendlicher habe ich mir oft ein Karl-May Buch genommen und mit Bleistift ein Bild vom Buchdeckel abgezeichnet. Später habe ich Klarinette gelernt.

Heute suche ich oft bei Youtube neue Anregungen, etwas Neues zu lernen.

Zeichnung Herbstruhe
Herbstwanderung Bild-Zeichnung

Entweder ein Bild zu bearbeiten oder es in eine Zeichnung mit einem imaginären Licht zu verwandeln. Ein Lernvideo zu erstellen – mit Drehbuch, Intro usw. Oder ein Grußkarte zu gestalten. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Aus diesem Grunde wird die Langeweile – mit einem Vorspiel von Sudoku oder Solitaire – zu einem Ansporn.

Ich werde sehr oft fündig und freue mich über die neuen Erkenntnisse, die ich übrigens sehr oft in anderen Zusammenhängen gebrauchen kann. Deshalb kommt von mir ein “Lob der Langeweile” !!


Harald Lesch nimmt sich in einer wissenschaftlichen Sendung dem Thema der “geheimen Macht der Langeweile” an. (ca. 30 Minuten) Er beginnt mit der Frage – Was ist aufregender, Autorennen oder Angeln? Die Antwort hat mich überrascht!!

Die geheime Macht der Langeweile

Lob des Landlebens

Lob des Landlebens

In zahllosen Artikeln wird dem Leben in der Stadt gehuldigt. Die Vorzüge erscheinen zahllos und unwiderlegbar. Der freiwillige Landbewohner, zu dem ich mich zähle, – vor zehn Jahren aus Düsseldorf an die Sieg gezogen,verzichtet auf vieles. Kultur: Wir haben in unserem Dorf (220 Einwohner) keine vier Opernhäuser wie die Berliner.Bei uns gibt es kein Guggenheim Museum wie in Bilbao und leider fehlt uns auch der Eiffelturm, sonst könnten wir den gesamten Westerwald überblicken. Aber möchte ich das? Nein danke!

Es gibt auch gewichtige Gründe für ein Leben in der Stadt- es muss ja nicht gleich Köln sein – Ärztliche Versorgung: Statistisch gesehen kommen auf jeden Einwohner 1,3 Ärzte. Da sind wir klar im Nachteil. Bei unseren engagierten Hausärztinnen im Nachbardorf muss der Patient auch schon mal drei Stunden warten. Man trifft dort aber immer Nachbarn die gerne den neuesten Dorfklatsch erzählen. Kriminalität: Die Kriminalitätsrate liegt gerade so über dem Messbereich. Für umherziehende Diebesbanden sind wir uninteressant, da der Fluchtweg zur Autobahn ca. fünfunddreißig! Kilometer lang ist. Also kann der Schlüssel auch mal auf der Haustür stecken bleiben, und das Fahrrad wird auch nicht abgeschlossen. Wehr an der SiegLuftverschmutzung: Das Ausbringen von Gülle ist mit der Feinstaubbelastung von Hamburg  zu vergleichen. Nach einem kräftigen Landregen ist die Luft aber wieder so sauber wie zuvor. Verkehr: Während in Köln rechnerisch alle 80m eine Ampel steht, in der Regel auf Rot, fahre ich über Land 20km bis ich eins dieser seltenen Hindernisse sehe. Allerdings hat sich der PKW Verkehr an unserem Haus vorbei seit 2008 um 80% erhöht! Von vier auf sieben Fahrzeuge. Einkauf: Alle Discounter sowie Drogeriemärkte und Raiffeisen Handlungen, Apotheke, Bank, Tankstelle sind schnell erreichbar. Was fehlt, und da ist Düsseldorf mit der Kö im Vorteil, sind Läden wie Hermes, Prada und Gucci. Mittlerweile machen aber mobile Händler wie Amazon, Saturn und Bos Food den größten Teil Ihres Geschäftes mit Landbewohnern. Durch das Verbrennen der nutzlosen Kartonagen sparen wir im Jahr ca. 900L Heizöl bzw. drei Raummeter Tannenholz. Mieten/ Kaufen: Um am urbanen Hipster Lebensgefühl teilhaben zu können, zahlen Mieter und Käufer wahnwitzige Preise für jede abgewohnte Butze. In ländlichen Gegenden kann ich dagegen für einen Spottpreis Häuser mit schönem Garten oder 4-5 Zimmer Wohnungen mieten oder kaufen.Nacktschnecke frisst Asseln In Frankfurt bekomme ich für den Gegenwert gerade mal eine Garage. Lebensqualität: Eindeutig ein Plädoyer für das Land. Wir haben schnelles Internet und Netflix. Wir müssen keinen Ausflug ins Grüne machen, wir wohnen ja im Grünen. Ich muss nicht krampfhaft nach Entschleunigung suchen, die Menschen hier, waren schon immer entschleunigt. Und wenn schon der Heuschnupfen grassiert, dann begegne ich ihm lieber auf dem Land, wo mich nicht jeder anniest.

Als gepflegter Altersruhesitz ist das Leben in ländlicher Idylle unbedingt zu empfehlen. Und lebendig ist es durch die vielen jungen Familien, die aus der Stadt geflüchtet sind.

Sommerstimmung an der Sieg