Gelungenes Altern

Der Prozess des Alterns beginnt, biologisch gesehen, schon nach dem 25. Lebensjahr.  Dieser Gedanke wirkt erschreckend, wähnt man sich gerade erwachsen, fast noch jugendlich. Und doch: Die Haare werden lichter, die Geheimratsecken größer. Die Figur wird fülliger, und auch die Schwerkraft fordert ihren Tribut. Die Sehnsucht nach ewiger Jugend kann nur durch Verdrängung am Leben gehalten werden. Auch in den Jahren und Jahrzehnten danach werden die Gedanken an das Altern von Karriere, Familie und dem Genuss am Leben überlagert. Allein die unangenehme Beschäftigung mit Altersvorsorge, Riesterverträgen und Patientenverfügung unterbricht kurzzeitig die Illusion von Unendlichkeit. Ein gelungenes Altern aus diesem Prozess zu machen ist Thema dieses Blogs.

Als erste werden Sportler und Models schmerzhaft darauf gestoßen, dass in der Gegenwart ihre Zukunft schon enthalten war. Brutal werden sie vom jüngeren Nachwuchs verdrängt. Sie sind eben nicht mehr so leistungsstark bzw. makellos. Ihr Glanz hat schon einige blinde Flecken. Für den Normalsterblichen kommt diese bittere Erkenntnis 20, vielleicht 30 Jahre später – aber sie kommt. Plötzlich ist man alt. Und die Frage stellt sich: Wie altere ich in Würde?

In meinem BGelungenes Alternlog möchte ich diese existenzielle Frage zur Diskussion stellen. In heiterer und gelassener Atmosphäre können wir uns dazu austauschen.

Zum gelungenen Altern gehört der Genuss so wie die Philosophie. Das Analoge wie das Digitale. Die Kunst, mit der Endlichkeit umzugehen. Das Für und Wider der Vorsorgeuntersuchungen. Welche Werte werden wichtig? Ist Grau das neue Popeline-Beige?

Ich freue mich über spannende, erhellende Gastbeiträge, die Hinweise darauf geben, wie geglücktes Leben im Alter – also quasi nach dem 25. Geburtstag – aussehen kann.

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